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Mit Förderung Prüfen, ob Stromspeicher sich für Ihr Unternehmen lohnen

Aktuelles
Mai 7, 2019

Die Einschätzung der Wirtschaftlichkeit von Stromspeichern im Industriesektor ist komplex. Reduzieren Sie den Aufwand mit gezielter Förderung.

Stromspeicher: Nicht mehr nur Zukunftsmusik

Batteriespeicher wurden in der Vergangenheit oft mit Anwendungsfällen verknüpft, die bei industriellen Prozessen wenig nützlich sind. Denkt man an deren Nutzung bei Privathaushalten in Verbindung mit Photovoltaik-Panels auf dem Dach, ist der Fokus aus unternehmerischer Sicht zu eng. Denkt man an die Makro-Integration von erneuerbaren Energien ins öffentliche Netz oder dessen Stabilisierung durch Smart Grid, ist der Fokus zu weit im Vergleich zu den praktischen Herausforderungen der industriellen Sektoren. Daher waren Batteriespeicher bis jetzt kaum in Investitionslisten von produzierenden Unternehmen zu finden.

Mittlerweile haben Speichertechnologien allerdings einen Reifegrad erreicht, der diese Lücke schließt und sie für industrielle Anwendungen zunehmend interessanter macht. Die Leistungsfähigkeit und die Vielfalt von den jetzt am Markt verfügbaren Zelltypen führen zu Wirkungsgraden, Zyklenzahlen und Nutzkapazitäten, die durchaus mit den realen industriellen Anwendungsfällen kompatibel sind. Viele Werke, z.B. in der Baustoff oder Metallindustrie, investieren derzeit in „Turn-Key“ Lösungen, weil sie in diesen eine praktikable Lösung sehen, um viele pragmatische Herausforderungen ihrer Stromverteilung und -nutzung zu lösen.

Viele Vorteile? Hohe Kosten? Lohnt es sich überhaupt?

Für viele Unternehmen entspricht es der Realität, dass Steuern und Abgaben (abhängig vom Standort und weitere Faktoren) fast oder sogar gut die Hälfte des Strompreises ausmachen und stark schwanken. Immerhin bleiben die Kosten für die eigentliche Strombeschaffung sowie für die Netzentgelte auf einem Niveau, das ca. 40% der Gesamtstromkosten ausmachen.

Hier können Batteriespeicher helfen: Durch deren Nutzung kann die Maximalleistung reduziert werden (sog. Peak-Shaving), was zu einer Verringerung Ihrer Netzentgelte führt. Ein weiterer positiver Effekt: Durch den ausgeklügelten Einsatz von Batterielösungen kann in bestimmten Branchen die Privilegierung für intensive Netznutzung erreicht/erhalten werden. Diese sieht vor, dass, ab einem jährlichen Stromverbrauch von 10 GWh und 7.000 Vollbenutzungsstunden, die Beantragung eines individuellen Netzentgelts möglich ist, was zu wesentlichen Einsparungen führt.

Durch den Einsatz von Stromspeichern gewinnen auch die Werke an Flexibilität: Strom kann bei Niedertarif- (NT) statt Hochtarifzeiten (HT) gekauft, gespeichert und erst später genutzt werden. Wenn sie mit Anlagen zur Eigenerzeugung verbunden sind (mit oder ohne Einsatz von erneuerbaren Energieträger), bringen die Speichertechnologien auch den Vorteil, dass das Unternehmen sich etwas unabhängiger vom externen Strombezug und den damit schwankenden Kosten macht. Ein zu oft vernachlässigter Aspekt: Es kann durch deren Einsatz auch eine stabilere, qualitative Spannung erreicht und eine Notstromversorgung geleistet werden. Damit schonen Sie Ihre Anlagen und vermeiden potentielle Stillstände.
Ein durchaus positives Bild, das sich aber nicht nur durch relativ hohe Investitions- und Betriebskosten, sondern auch durch die energiewirtschaftlichen Randbedingungen relativieren lässt: Die Maximalleistung ist nur ein Faktor unter mehreren zur Bestimmung der Strompreise und die Privilegierung kann oft nur von größeren Unternehmen erreicht werden. Die Wirtschaftlichkeit einer solchen Anlage ist sorgfältig zu prüfen.

Eine Förderung, um die Randbedingungen zu klären

Öffentliche Fördergeber haben erkannt, dass diese Problematik gelöst oder zumindest abgeschwächt werden muss, um den Einsatz von  Stromspeichern in der industriellen Praxis zu ermöglichen und dadurch auch die gesellschaftlichen Vorteile dieser Technologien, z.B. verbesserte Versorgungssicherheit, zu realisieren. Dazu wurde ein Förderprogramm aufgesetzt, das  insbesondere Projekte fördert, die in Form einer Durchführbarkeitsstudie die Verknüpfung eines technisch ausgerichteten Investitionsvorhabens mit dem passenden Geschäftsmodel untersuchen und im Realmaßstab umsetzen. Dabei steht NICHT die Forschung und Entwicklung einer Maßnahme im Vordergrund, sondern deren Realeinsatz, um die Stabilisierung des Energiesystems zu erreichen. Das heißt, es wird die pragmatische Installation und der Betrieb der hierfür benötigten Technologien und Verfahren mit dem Ziel unterstützt, deren technische Eignung sowie ihren sicheren, zuverlässigen und wirtschaftlichen Betrieb zu demonstrieren.

Insbesondere können die Installation und Steuerung von Flexibilitätspotenzialen zum Abgleich von Energieerzeugung und -verbrauch, zum Beispiel durch die Installation von Speichersystemen, steuerbaren Lasten oder Erzeugern (KWK-Anlagen), gefördert werden. Für die Durchführung von Machbarkeitsstudien können bis zu 400.000 € eingeworben werden!

Und übrigens…

Die mögliche Installation von Batteriespeichern kann eine Maßnahme sein, um industrielle Energiesysteme zu optimieren. Häufig ist eine solche Optimierung allerdings das Ergebnis von zahlreichen komplementären Maßnahmen. Viele von diesen Maßnahmen, auch wenn Sie diese  vielleicht nicht als „förderfähig“ einstufen würden, lassen sich aber häufig auch fördern. Die Voraussetzung  dafür ist, dass ein tragfähiger und plausibler Förderansatz definiert wird. Professionelle Berater, die sich täglich mit dieser Materie befassen, können für Sie in diesem Bereich eine große Unterstützung sein.

Lassen Sie sich beraten!

Neben den von den jeweiligen Förderprogrammen abhängenden Anforderungen gelten bestimmte allgemeine Grundsätze für den Bereich der Förderung. Diese müssen sorgfältig und im Einzelfall geprüft werden, damit eine mögliche Förderung für ihre spezifischen Projekte mit einem vertretbaren Aufwand verbunden ist und wirklich einen Mehrwert bietet.

Rufen Sie (0211 7106 750) oder schreiben Sie (contactgermany@ayming.com) uns an: Unsere Fördermittel-Berater helfen Ihnen dabei, die richtigen Möglichkeiten zu finden und umzusetzen.

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