Zurück zu Expertise

Forschungszulage

Nutzen Sie die staatliche Forschungszulage, die bis zu vier Jahre rückwirkend für Ihre Innovationen gilt. Sichern Sie sich mit unserer Expertise das Maximum Ihrer Förderung – transparent, erfolgsbasiert und partnerschaftlich.

Mehr erfahren


Zurück zu Expertise

Fördermittel

Unser Förderteam stimmt Ihre strategischen Ziele mit den passenden Fördermöglichkeiten ab, um Wachstum und Transformation voranzutreiben. Profitieren Sie von Erfahrung, Expertise und einem Partner, der Sie durch den gesamten Prozess begleitet.

Mehr erfahren


Zurück zu Expertise

Internationale Steuerberatung

Gemeinsam optimieren wir Ihre internationale Steuerstrategie. Gemeinsam erschließen wir neue finanzielle Spielräume, minimieren Risiken und stärken Ihr Wachstum über Grenzen hinweg.

Mehr erfahren


Umschwung in der Verteidigung: Chancen, Risiken und strategische Steuer- und Zollgestaltung für Unternehmen im Verteidigungssektor

Angesichts steigender Verteidigungsausgaben in Europa betreten Industrieunternehmen einen Markt, der durch Exportkontrollen, komplexe Mehrwertsteuerregelungen, Zollbestimmungen und Risiken im Zusammenhang mit Betriebsstätten geprägt ist. Dieses Whitepaper beschreibt, wie Steuer- und Compliance-Strukturen gestaltet werden können, die Margen schützen, Liquidität freisetzen und die Teilnahmeberechtigung in Lieferketten der Verteidigungsindustrie sichern.

 

Europa ist in einen strukturellen Verteidigungsausbauzyklus eingetreten. Zunehmende geopolitische Spannungen, die Anfälligkeit der Lieferketten, Bedenken hinsichtlich der Energiesicherheit und digitale Bedrohungen verändern die industriellen Prioritäten auf dem gesamten Kontinent.

Für Hersteller in den Bereichen Automobil, Luft- und Raumfahrt, Elektronik, Cybersicherheit, fortschrittliche Werkstoffe und Energiesysteme ist die Chance real. Dual-Use-Fähigkeiten und Produktionssynergien machen die Umstellung auf Verteidigung wirtschaftlich attraktiv.

Der Einstieg in das Verteidigungsökosystem ist jedoch nicht nur eine geschäftliche Entscheidung. Es handelt sich um eine strukturelle Umgestaltung Ihrer regulatorischen, steuerlichen und zollrechtlichen Risiken.

Die Lieferketten im Verteidigungsbereich funktionieren unter folgenden Bedingungen:

  • Erhöhte Komplexität der Mehrwertsteuer über Grenzen hinweg
  • Ausfuhrkontrollen und Sanktionen für Güter mit doppeltem Verwendungszweck
  • Zollwertfestsetzung und Ursprungsprüfung
  • Risiken einer Betriebsstätte durch langfristige Einsätze
  • Quellensteuerrisiko bei technischen und Software-Strömen
  • Verstärkte Kontrolle der Verrechnungspreise
  • Anforderungen an die digitale Echtzeitberichterstattung (ViDA, SAF-T, DRR)

Ohne eine vorausschauende Steuer- und Zollplanung riskieren Unternehmen Margenverluste, blockierte Lieferungen, verzögerte Ausschreibungsberechtigung und Doppelbesteuerung.

Dieses Whitepaper erklärt, wie Sie mit Struktur statt Reibung agieren können.

 

WAS STEHT IM WHITEPAPER?

Der europäische Verteidigungsmarkt wächst rasant, angetrieben durch nachhaltige öffentliche Investitionen und gestützt durch EU-Finanzierungsinstrumente wie EDIS und EDF. Die Konvergenz zwischen zivilem und militärischem Bereich beschleunigt sich und schafft echte Chancen für Industrieunternehmen, die in der Lage sind, Kapazitäten umzuwandeln und die Produktion zu skalieren.

Allerdings ist die Regulierungsdichte im Verteidigungsbereich deutlich höher als in traditionellen zivilen Märkten.

Dieses Whitepaper bietet einen praktischen Rahmen für:

1. Entwurf einer Mehrwertsteuerarchitektur für länderübergreifende Lieferketten
Zentralisierte Mehrwertsteuerplanung, Nutzung von Vereinfachungsregelungen (Dreiecksgeschäfte, aufgeschobene Einfuhrumsatzsteuer, Lagerhaltung) und Vorbereitung auf den Übergang zu ViDA.

2. Nutzung von Zollregelungen zur Freisetzung von Liquidität
Zolllagerung, aktive Veredelung, vorübergehende Verwendung, Endverbrauchsbefreiung und AEO-Strategien zur Stundung von Zöllen und zur Erhaltung des Betriebskapitals in Langzeitprogrammen.

3. Einbettung der Einhaltung von Dual-Use- und Sanktionsvorschriften in die Betriebsabläufe
Kontrolllistenklassifizierung, Genehmigungsstrategie, Endverwendungsprüfung und Lebenszyklus-Governance gemäß der Verordnung (EU) 2021/821.

4. Management von Risiken im Zusammenhang mit Betriebsstätten und Quellensteuern
Außendienstteams, MRO-Betriebe, eingebettete Software und grenzüberschreitende technische Dienstleistungen erfordern eine sorgfältige Strukturierung, um unbeabsichtigte lokale Besteuerung zu vermeiden.

5. Anpassung der Verrechnungspreise an die Betriebsmodelle der Verteidigungsindustrie
Langfristige öffentliche Aufträge, sensible immaterielle Vermögenswerte und grenzüberschreitende Spezialisierung erfordern eine solide Dokumentation und Strategien zur Gewinnzuweisung.

6. Technische Gestaltung der Lieferkettenabläufe vor der Ausführung
Wer kauft, wer importiert, wer ist Eigentümer und wann bestimmt der Risikotransfer die Auswirkungen auf Mehrwertsteuer, Zoll und Körperschaftsteuer? Die Gestaltung der Abläufe ist Teil der Steuerstrategie.

 

Die zentrale Botschaft ist klar:

Steuern und Zölle sind keine administrativen Nebensächlichkeiten mehr. Sie sind eine wettbewerbsfähige Infrastruktur im Verteidigungsökosystem.

 

DIE WICHTIGSTEN ERKENNTNISSE

  • Die Ausweitung der Verteidigungsausgaben in Europa ist strukturell und nicht konjunkturell bedingt.
  • Zivile Industrien haben durch die Angleichung der Dual-Use-Regelungen echte Einstiegsmöglichkeiten.
  • Mehrwertsteuerregistrierungen, Zölle und Einfuhrumsatzsteuer können die Liquidität von Programmen erheblich beeinträchtigen, wenn sie nicht optimiert werden.
  • Exportkontrollen und Sanktionen müssen in die operative Governance eingebettet sein – sie dürfen nicht transaktionsbezogen gehandhabt werden.
  • Das Flow-Design (Incoterms, Eigentumsübertragung, Lagerung, Reparaturzyklen) bestimmt das Steuerrisiko.
  • Das Risiko einer Betriebsstätte steigt mit technischen Einsätzen und Vor-Ort-Support.
    Verrechnungspreise müssen verteidigungsspezifische Risikoprofile und Margenverpflichtungen widerspiegeln.
  • Digitale Mehrwertsteuerberichterstattung und Reformen der elektronischen Rechnungsstellung (ViDA) werden die Compliance-Architektur bis 2030 neu gestalten.

 

 

FAZIT

Die Umstellung auf Verteidigung ist eine industrielle Chance – aber nur für Unternehmen, die ihre regulatorische und steuerliche Infrastruktur ebenso sorgfältig gestalten wie ihre Produktionslinien.

Bei der Beschaffung im Verteidigungsbereich kommt es auf Schnelligkeit an. Aber strukturierte Schnelligkeit gewinnt.

Unternehmen, die frühzeitig industrialisieren – mit Rückverfolgbarkeit, vorausschauender Lizenzierung, Mehrwertsteueroptimierung, Koordinierung der Zollregelungen und robuster Transferpreissteuerung – werden in der gesamten europäischen und verbündeten Lieferkette einen Wettbewerbsvorteil erzielen.

Der Unterschied zwischen Chance und operativem Risiko liegt in der architektonischen Gestaltung.

Dieses Whitepaper liefert den Entwurf dafür.

 

Laden Sie jetzt Ihr Exemplar herunter!

Teilen