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Von Wearables bis Whey: Wenn Training, Ernährung und Technik zu F&E werden

Die Sportbranche innoviert seit Jahren – nur spricht kaum jemand von Forschung.

Viele Unternehmen aus den Bereichen Ernährung, digitale Trainingsanbieter und Wearable-Hersteller arbeiten datengetrieben, experimentell und mit offenem Ausgang.

Trotzdem wird diese Innovationsleistung intern häufig nicht als Forschung wahrgenommen, sondern als Produkt-, IT- oder Marketingarbeit.

Fitness- und Sportinnovation wird häufig noch als Lifestyle-Thema betrachtet. Neue Produkte erscheinen schnell, Designs wechseln, Trends kommen und gehen. Was dabei oft übersehen wird: Hinter vielen dieser Entwicklungen steckt heute eine bemerkenswerte Tiefe an Datenarbeit, Analyse und systematischer Entwicklung. Mit anderen Worten: Forschung und Entwicklung – nur unter einem anderen Etikett.

Gerade Unternehmen aus den Bereichen Fitness, Sporttechnologie und Supplements unterschätzen häufig, wie forschungsnah ihre eigene Arbeit längst ist. Nicht, weil es an Innovationsleistung fehlt, sondern weil sie nicht als solche wahrgenommen wird.

 

Sportinnovation hat ein Imageproblem

Wer an Forschung denkt, hat oft Labore, Schutzbrillen und klassische Industriezweige vor Augen. Sport- und Fitnessunternehmen passen in dieses Bild auf den ersten Blick selten hinein. Produkte werden als „Konsumgüter“ eingeordnet, Innovation als Marketing- oder Produktfrage verstanden.

Die Realität sieht anders aus. Moderne Sportinnovation ist datengetrieben, iterativ und stark wissensbasiert. Sie entsteht nicht aus Bauchgefühl, sondern aus Hypothesen, Tests, Auswertungen und wiederholten Anpassungen. Dass diese Prozesse oft außerhalb klassischer F&E-Abteilungen stattfinden, macht sie nicht weniger forschungsintensiv, sondern lediglich weniger sichtbar.

 

Wo heute echte Forschung im Sport- und Fitnessbereich stattfindet

Wearables und Trainingsdaten
Sensorik, Bewegungsdaten, Herzfrequenz, Schlafqualität oder Belastungsprofile bilden längst die Grundlage moderner Trainingskonzepte. Die eigentliche Innovationsleistung liegt dabei nicht im Gerät selbst, sondern in der Auswertung und Interpretation der Daten.

Welche Metriken sind relevant? Welche Daten korrelieren tatsächlich mit Leistungssteigerung oder Regeneration? Wie lassen sich Trainingspläne algorithmisch personalisieren? Das sind keine reinen Softwarefragen, sondern Forschungsfragen. Die Antworten entstehen über Tests, Vergleichsgruppen, Datenvalidierung und kontinuierliche Modellanpassungen.

Supplements und Ernährung
Auch im Bereich der Sporternährung ist Innovation weit mehr als die Kombination bestehender Inhaltsstoffe. Bioverfügbarkeit, Stabilität, Wechselwirkungen, Dosierungen oder Herstellungsprozesse erfordern systematische Entwicklung. Rezepturen werden angepasst, verworfen, neu getestet. Pilotchargen werden produziert, analysiert und optimiert.

Was nach außen als neues Produkt erscheint, ist intern oft das Ergebnis monatelanger Entwicklungsarbeit mit offenem Ausgang und hohem Risiko.

Personalisierung als Innovationskern
Ein zentrales Merkmal moderner Sportinnovation ist die Abkehr vom Standardprodukt. Training, Ernährung und Regeneration werden zunehmend individualisiert. Das setzt nicht nur Daten voraus, sondern auch Modelle, die diese Daten sinnvoll nutzen.

Personalisierung bedeutet: Hypothesen formulieren, Feedback-Loops etablieren, Ergebnisse messen und Systeme kontinuierlich verbessern. Auch hier verschwimmen die Grenzen zwischen Produktentwicklung, Datenarbeit und Forschung. Zum Nachteil der strategischen Einordnung.

 

Warum diese Innovationsleistung intern oft unterschätzt wird

Viele Unternehmen betreiben Forschung, ohne sie so zu nennen. Ein Grund dafür ist die Verteilung der Innovationsarbeit über verschiedene Bereiche hinweg: Produktentwicklung, IT, Data, Operations. Es gibt keinen klar abgegrenzten „F&E-Bereich“, sondern viele einzelne Aktivitäten, die zusammengenommen einen Forschungsprozess bilden.

Hinzu kommt eine finanzielle Perspektive, die Innovation häufig als Kostenblock sieht. Entwicklungsaufwände belasten kurzfristig das Ergebnis, ohne sich sofort in Umsatz oder Bilanzwerten niederzuschlagen. Gerade in wachstumsstarken Sport- und Fitnessunternehmen führt das dazu, dass Innovationsarbeit operativ wichtig, strategisch aber unterbelichtet bleibt.

Forschung scheitert hier selten an der technischen Umsetzung, sondern an der fehlenden Einordnung.

 

Die strategische Folge: Innovation bleibt unsichtbar

Wird Innovationsarbeit nicht als Forschung verstanden, fehlt oft auch die systematische Abgrenzung zwischen Routine, Weiterentwicklung und echter Neuentwicklung. Projekte laufen parallel, Dokumentation erfolgt punktuell, Entscheidungen werden kurzfristig getroffen.

Das erschwert nicht nur die interne Steuerung, sondern auch die langfristige Planung. Entwicklungskosten bleiben schwer vergleichbar, Risiken schwer bewertbar. Und Instrumente, die genau für diese Art von Innovationsleistung geschaffen wurden, bleiben ungenutzt: Nicht aus Ablehnung, sondern aus fehlender Klarheit.

 

Warum sich der Blick auf die Forschungszulage gerade hier lohnt

Die Forschungszulage ist kein Sonderfall für klassische Industrien, sondern ein Instrument zur Anerkennung systematischer Entwicklungsarbeit. Gerade Sportinnovation erfüllt viele der Voraussetzungen, oft ohne, dass es den Verantwortlichen bewusst ist.

Für Sport-, Fitness- und Supplement-Unternehmen kann die Forschungszulage helfen, Entwicklungsrisiken abzufedern und Innovationsarbeit strategisch zu verankern. Nicht als kurzfristiger Bonus, sondern als Teil einer langfristigen Innovationslogik.

Voraussetzung dafür ist allerdings ein Perspektivwechsel: weg von der Frage, ob man „F&E macht“, hin zur Frage, wo und wie sie bereits stattfindet.

Fazit: Innovation passiert längst: Die Frage ist nur, ob man sie erkennt

Sportinnovation ist heute hochkomplex, datengetrieben und wissenschaftlich fundiert. Sie entsteht in Algorithmen, Rezepturen, Testreihen und Feedback-Systemen. Wer diese Arbeit weiterhin als reine Produkt- oder Marketingleistung betrachtet, verzichtet nicht nur auf Förderung, sondern auf strategische Klarheit.

Die eigentliche Herausforderung liegt nicht in der Innovation selbst, sondern darin, sie sichtbar, steuerbar und langfristig tragfähig zu machen. Insbesondere die Forschungszulage kann hier ein wertvolles Instrument sein. Hierzu beraten wir Sie gerne.

Lassen Sie uns Ihr Projekt gemeinsam beantragen:

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