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Zwischenevaluierung von Horizon2020 und erste Vorbereitungen für FP9

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Aktuelles
November 11, 2016

Horizon2020 ist mittlerweile fast drei Jahre alt und die Kommission bereitet die Zwischenevaluierung des Programms vor.

Die Zwischenanalyse von H2020 ist in den entsprechenden EU Regularien vorgeschrieben und soll dazu dienen, die (positiven) Effekte von Horizon2020 zu quantifizieren und Verbesserungspotenzial für die zweite Halbzeit des Programms (2017/18-2020) zu identifizieren.

Die Evaluation ist damit auch ein wichtiges Instrument, um die verschiedenen Akteure innerhalb der Förderlandschaft, wie z.B. das Europäische Parlament, die Mitgliedsstatten, die Forschungsgemeinschaft, Unternehmen und die allgemeine Öffentlichkeit, über den Stand des Programms zu informieren. Dabei wird es sowohl um den Grad der Zielerreichung in Bezug auf die Förderung von Forschung und Entwicklung, die Transformation zu einer wissensbasierten Wirtschaft und die Stimulierung von Wachstum gehen. Bis zum Ende des Jahres haben interessierte Akteure außerdem die Möglichkeit, sich unter folgendem Link (https://ec.europa.eu/research/consultations/interim_h2020_2016/consultation_en.htm) im Rahmen einer Öffentlichkeitsbeteiligung online zu Horizon2020 zu äußern und ihr Feedback abzugeben.

„Ninth Framework Programme for Research and Technological Development (FP9)“

Parallel dazu laufen auch die ersten Schritte, um das Nachfolgeprogramm zu Horizon2020, das bisher (wieder) wenig originell als „Ninth Framework Programme for Research and Technological Development (FP9)“ bezeichnet wird, auf den Weg zu bringen. Bisher ist noch wenig bekannt, außer dass FP9 die Basis für eine langfristige europäische Innovationsförderung werden soll und dass das Budget bei 100 Milliarden Euro für die Zeit von 2021 bis 2028 liegen soll. Das wäre eine erhebliche Erweiterung zu Horizon2020, das für sieben Jahre „nur“ bei 80 Milliarden Euro lag.

Es bleibt zu hoffen, dass das FP9 Budget den politischen Aushandlungsprozess überlebt, denn ursprünglich sollte bereits Horizon2020 über ein dreistelliges Milliardenbudget verfügen. Auch wenn 80 Milliarden Euro natürlich viel Geld ist, führt die hohe Zahl von über 100.000 eingereichten Anträgen in knapp drei Jahren dazu, dass die durchschnittliche Erfolgsrate bei nur ca. 13 % liegt. Häufig müssen selbst gute bis exzellente Projekte aufgrund von Budgetrestriktionen abgelehnt werden. Daraus ergeben sich automatisch sehr hohe Anforderungen an die Qualität der Anträge. Dies stellt besonders  erstmalige Antragsteller vor große Hürden. Aber auch erfahrene Bewerber müssen alle Register ziehen, um ihre Vorhaben erfolgreich zu platzieren.

Ayming kann Sie bei der Ausarbeitung konkreter EU-Förderanträge auf vielfältige Weise unterstützen, z.B. indem wir ihr Vorhaben bereits vorab auf Erfolgswahrscheinlichkeit prüfen sowie ihren selbsterstellten Antrag kritisch überprüfen und auf existierende Schwachstellen hinweisen. Außerdem können wir Sie auch während der Durchführung eines geförderten Projektes unterstützen, z.B. indem wir geforderte und wichtige Aktivitäten wie z.B. Projektmanagement, Verbreitung der Projektergebnisse (‚Dissemination‘) u.v.m. ganz oder teilweise übernehmen.

Eine weitere Möglichkeit ihre zukünftigen Projekte erfolgreich zu platzieren, besteht in der direkten und indirekten Kommunikation mit der EU. Besonders Organisationen, die sich wegen ihrer FuE-Aktivitäten öfter mit EU-Förderung beschäftigen, raten wir, ihre Technology Roadmap für die kommenden Jahre an die Europäische Kommission zu kommunizieren. Damit erhöhen Sie die Chancen auf konkrete FP9-Ausschreibungen, die genau auf ihr Technologiethema zugeschnitten sind (und damit natürlich auch die Erfolgschancen innerhalb dieser Ausschreibungen). Auch bei dieser strategischen Kommunikationsarbeit können wir Ihnen auf Grund unserer Erfahrung  behilflich sein.

Quellen:
https://www.duesseldorf.ihk.de/blob/dihk24/Industrie_Innovation_Umwelt/downloads/3538508/7bfd4a994514d99e986c2049d2f20262/M5_Innovationsnews_2016_11-data.pdf
http://sciencebusiness.net/news/77206/Horizon-2020-low-success-rates-a-‘very-sad-story’-says-top-research-administrator
http://ec.europa.eu/smart-regulation/roadmaps/docs/2015_rtd_005_evaluation_ie_horizon_2020_en.pdf
http://www.eesc.europa.eu/?i=portal.en.int-opinions.39284
http://ec.europa.eu/research/horizon2020/pdf/press/fact_sheet_on_horizon2020_budget.pdf

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