07 Juni 2017

Fachprogramm Medizintechnik – Patientennutzen rückt in den Mittelpunkt

Eine aktuelle Ausschreibung im Rahmen des Fachprogramms Medizintechnik setzt einen neuen Schwerpunkt im Bereich „mobiler medizintechnischer Lösungen für eine patientenfreundliche Gesundheitsversorgung“

 

 Das Fachprogramm zielt darauf ab, die medizintechnische Forschung und Entwicklung (FuE) zu stärken und zugleich die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems sowie die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu stärken.
Die Ausschreibung selbst sieht vor, die Gesundheitsversorgung durch mobile medizintechnische Lösungen stärker am Patientennutzen auszurichten und gleichzeitig innovative Ansätze aus der Forschung schneller in die praktische Anwendung zu überführen. Vielversprechende Projekte sollen folglich sowohl versorgungs- als auch industrieorientierte Aspekte berücksichtigen. Mit dieser doppelten Schwerpunktsetzung soll neben einer Steigerung der Effektivität und Wirtschaftlichkeit der Gesundheitsversorgung sowie einer Verbesserung des Patientennutzens auch die Entlastung von ärztlichem und pflegerischem Personal erreicht werden.

Welche Vorhaben werden gefördert?

Innovative Vorhaben sollen in Form von risikoreichen und vorwettbewerblichen Verbundprojekten (Zusammenschluss mehrerer Partner) realisiert werden. Projektergebnisse sollen kurz- bis mittelfristige nach Projektende in marktfähige Produkte umgesetzt werden. Die Förderung von bereits marktfähigen Produkten ist ausgeschlossen. Da die Marktfähigkeit von Lösungen im Mittelpunkt steht, wird die Führung des Vorhabens durch einen industriellen Partner vorausgesetzt. Je nach Anwendungsnähe des Vorhabens können für Unternehmen bis zu 50 % der Projektkosten als echter Zuschuss anteilfinanziert werden.
Außerdem zielt die Maßnahme auf physische Produkte und Hardwarelösungen ab. Die Integration digitaler Innovationen in mobile Versorgungslösungen ist zwar ausdrücklich erwünscht, aber Softwarelösungen sind nur förderfähig, wenn sie eine im Rahmen der Fördermaßnahme zu entwickelnde Hardwarelösung sinnvoll ergänzen. Das heißt, auch Vorhaben, welche die Einbindung von mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets ¬vorsehen, sollen als Vorhabenschwerpunkt die Entwicklung einer vom Smartphone oder Tablet getrennten medizintechnischen Komponente beinhalten.
Die maximale Laufzeit für ein Vorhaben liegt bei drei Jahren und Anträge können bis spätestens 30. September 2017 eingereicht werden.

Inhaltliche Projektansätze im Rahmen der Ausschreibung

Auf der konkreten inhaltlichen Seite ist die Ausschreibung grundsätzlich themenoffen, wobei Erkrankungen mit hoher Prävalenz, chronische Erkrankungen oder Erkrankungen und Gesundheitszustände, die von einer mobilen bzw. flexiblen Versorgung besonders profitieren, bevorzugt werden. Unter einen „mobilen medizintechnischen Lösungen“ wird verstanden, dass Versorgungsleistungen ortsunabhängiger oder direkt am Patienten erbracht werden können. Beispiele für eine solche erwartete Ortsverlagerung wären beispielsweise:

  • vom stationären/klinischen Umfeld in den ambulanten Bereich,
  • vom ambulanten Bereich in die häusliche Versorgung,
  • vom häuslichen Bereich direkt zum Patienten als tragbare/mobile Lösung,
  • Verlagerung an neue Orte (z. B. in Fahrzeuge oder an öffentliche Plätze).

Zeitgleich können alle Bereiche der Gesundheitsversorgung adressiert werden: Erst-, Not- und Unfallversorgung, Prävention, Diagnose, Therapie, Nachsorge sowie Rehabilitation, Pflege und Palliativversorgung.

Anforderungen an die Qualität der Anträge

Da die Medizintechnik einer der innovativsten und dynamischsten Branchen in Deutschland ist, wird mit großer Konkurrenz im Rahmen der Ausschreibung gerechnet. Daher ist neben einer exzellenten technischen Grundlage und kompetenten Verbundpartnern auch ein hervorragend strukturierter und ausgearbeiteter Projektantrag, welcher möglichst gut mit den Zielen des Förderprogramms übereinstimmen sollte, von großer Wichtigkeit.

Die Berater von Ayming haben viel Erfahrung bei der Ausgestaltung von solchen Förderanträgen und bei der Beantragung von Bundesmitteln. Wir können Sie dabei unterstützen pragmatisch zu einer Förderung zu gelangen. Kontaktieren Sie uns einfach direkt unter 0211 7106 750 oder per contactgermany@ayming.com.